​Mitwirkende

​Eva-Gesine Wegner

"Was macht denn dieser Glücksgott in Frankfurt?"

Vor gut 30 Jahren hat mein vorheriges Leben eine völlig neue Richtung eingeschlagen.

Als Autodidaktin habe ich 1984 meine erste Ausstellung -  24 Keramiken  in der Beschäftigung mit der biblischen Gestalt EVA, meinem Namen.


Von Eva führt mich der Weg zur intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der sogenannten „Hexen“.

1986 wird am Hexenturm von Gelnhausen/ Hessen mit der Bronze der „Rufenden“ ein erstes ehrendes Denk-Mal in der BRD enthüllt.


Die Begegnung mit der 1943 verstorbenen französischen Künstlerin Camille Claudel führt mich weg vom Ton und läßt meine Liebe zu den Steinen aufblühen.


Zu ihrem 60. Todestag kann ich mein Werk „ Der Kopf der Medusa“ in der Psychiatrie von Montfavet / Provence ausstellen. 30 Jahre ihres Lebens hat Camille Claudel dort verbracht. „Der Kopf der Medusa“ ist eine Hommage an diese französische Bildhauerin.


Die Entstehungsgeschichte zu diesem Werk wird im Christel Göttert Verlag in
 „ Bei den Steinen angekommen“ veröffentlicht.


Bald danach erscheint im selben Verlag „zwischen den Welten“ – als Bildhauerin die „Hexen“–Geschichte neu sehen.


Du wirst mit vielen Quellen auf der Welt zu tun bekommen – eine Aussage, die überraschend zu mir kommt. Wie soll das geschehen?

In einem Seminar am Chiemsee begegnet mir der Mann, der mich zu den Quellen führt. In mehreren Reisen erschließe ich mir eine ganz neue Welt.

Ich entdecke den Alabaster als neues Material. Dieses meist transparente Gestein ist über Millionen von Jahren auskristallisiertes Wasser. Passend, um mit ihm „ Steine des Dankes“ für Quellen arbeiten zu wollen.
Inzwischen gibt es außer den Steinen des Dankes noch „Stein-Kreise des Dankes“, die Mutter Erde für das Wasser stellvertretend in der Schweiz, im Odenwald und in Wetzlar Dank sagen.
2004 – 2011 gilt meine Arbeit dem Thema des Dankes ans Wasser.


Ein ganz anderes Kapitel:  ich lerne die Jüdin Ruth David kennen , die als Kind das Schicksal tausender anderer jüdischer Kinder bei den sogenannten „Kindertransporten“ teilte.1938/39 wurden etwa 10.000 Kinder zu Familien oder Heimen nach England geschickt.
Sie zahlen einen hohen Preis: schmerzliche Trennung von Eltern und Geschwistern und ein absoluter  Neuanfang in der Fremde ohne jegliche Sprachkenntnisse. Eine zutiefst traumatische Erfahrung.

Mit Schülerinnen und Schülern aus zwei Schulen von Rimbach im Odenwald entsteht im Zeitraum von 2010 -2015 dort ein berührender Ort – der „Platz der Achtung“.  


Literatur von

​Ruth David: Child of Our Time - A Young Girl's Flight from the Holocaust